• measX Pruefstandstechnik

Prüfstand für elektromagnetische Pumpen - Entwicklung direkt vor Ort

Projekt: Prüfstand für elektromagnetische Pumpen, Iwaki Willich
Bereich: End-of-Line Qualitätskontrolle
Anforderung: Entwicklung einer Steuersoftware für vorhandenen Prüfstand
Umsetzung:  Software: LabVIEW

Sehr flexibel auf Projektanforderungen zu reagieren, ist eine Spezialität von measX.
Wenn es erforderlich ist, wird die Prüfstandssoftware auch direkt vor Ort beim Kunden entwickelt, so wie bei IWAKI Europe in Willich. IWAKI ist einer der weltweit führenden Hersteller von Industriepumpen. Die Produkte basieren auf fortschrittlichster Pumpentechnologie und werden vorrangig bei chemischen Prozessen oder in der Wasseraufbereitung eingesetzt.

Iwaki 1024Mit den Präzisionspumpen werden sensible Chemikalien exakt dosiertAm Standort Willich/ Niederrhein werden unter anderem elektromagnetische Pumpen gefertigt, mit denen Flüssigkeiten hochpräzise dosiert werden. Für eine  Produktionslinie elektromechanischer Membrandosierpumpen sollte ein neuer End-of-Line-Prüfstand realisiert werden, der vier Prüfanforderungen abdeckt: einen Hochspannungs- und Isolationstest, einen Ansaugtest, einen hydrostatischen Drucktest und einen Fördermengentest. Den Prüfstand selbst hatte IWAKI konzipiert, mit der Entwicklung der Steuerungssoftware wurde measX beauftragt. „Die große technische Herausforderung bestand für uns darin, dass für die hardwareseitige Finalisierung des Prüfstandes, bezogen auf den elektrischen und hydraulischen Aufbau, bereits die Steuersoftware implementiert werden musste“, berichtet Peter Tschepe, Projektleiter bei measX. Erst im  Zusammenspiel mit der Software konnten die letzten Anpassungen, zum Beispiel an der Verrohrung, vorgenommen werden. Daher wurde die Software auch nicht  wie üblich am Schreibtisch in Mönchengladbach entwickelt, sondern größtenteils vor Ort in Willich. „So konnten wir gegenseitig sehr flexibel auf Änderungen im laufenden Prozess reagieren. Schritt halten mit wechselnden Anforderungen ist eine anspruchsvolle Aufgabe, aber darin sind wir auch besonders stark“, so Tschepe.

Iwaki beer tschepeArbeiteten Hand in Hand: Steffen Beer von IWAKI (rechts) und Peter Tschepe, measX.Hand in Hand mit IWAKI wurde auf Basis bewährter measX-Tools in LabVIEW ein hochkomplexer Programmablaufplan mit bis zu 80 verschiedenen Zuständen  entwickelt. Parallel dazu wurde der Prüfstand in mehreren Optimierungsschritten fertiggestellt.

Steffen Beer, Projektleiter bei IWAKI, ist mit der agilen Vorgehensweise  sehr zufrieden: „Dank kurzer Iterationszyklen konnte der Prüfstand viel schneller in Betrieb gehen, als es sonst möglich gewesen wäre.“

Erfolgreich im Praxiseinsatz

Der neue End-of-Line-Prüfstand arbeitet mit Wasser als Prüfmedium und ist universell einsetzbar. Das ganze Spektrum an Pumpentypen kann getestet werden. Die  Produktdaten werden aus einer Datenbank eingelesen, die jeweiligen Prüfkriterien über eine Excel-Tabelle konfiguriert. Das Ergebnis des Prüfprozesses sind CSV-basierte Ergebnisdateien und gedruckte Etiketten, aus denen das jeweilige Testergebnis – in Ordnung/ nicht in Ordnung – sowie diverse Debugmeldungen hervorgehen.

IWAKI HauptbildschirmIWAKI Hauptbildschirm Die Bedienung per Touchscreen erfolgt benutzerspezifisch über verschiedene Level. Alle angeschlossenen Geräte lassen sich zur Einrichtung oder für experimentelle Tests und Wartungsarbeiten manuell steuern. Ein weiteres Highlight ist die sehr einfache Skalierung der analogen Eingänge. Pro Tag können bis zu 60  Pumpen getestet werden. „Der Prüfstand ist komfortabel zu bedienen. Er bildet eine zentrale Säule unserer Qualitätssicherung, mit der wir die hohe Präzision und  Zuverlässigkeit unserer Produkte garantieren“, sagt Steffen Beer.